Fileserver, Buildserver, NAS im Eigenbau (Teil 2 von 3)

Mittlerweile gibt es einen neuen NAS-Build, der Buildserverteil wurde weggelassen und ein neues System zusammengestellt. Näheres dazu hier.

Zuvor: Fileserver, Buildserver, NAS im Eigenbau (Teil 1 von 3)

Heute ist es soweit: Es gibt wieder Updates zu meinem Buildserver/NAS Eigenbau.

Die letzten Tage habe ich (neben arbeiten und entspannen) damit verbracht, das Gehäuse für meinen Buildserver/NAS fertig zu stellen. Vorneweg – Professionalität sieht sicher anders aus. Für das Gehäuse habe ich kein Geld investiert sondern nur alte Geräte ausgeschlachtet, darunter auch einen DVD-Player.
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Als Erstes hab ich mich nach einem Gehäuse umgesehen in welches die ausgeschlachteten Teile des alten Servers Platz finden könnten. Zufälligerweise  (siehe Bild) sind die Teile genauso breit wie das Gehäuse des alten Buildservers (das war ein Gehäuse von Coolermaster), also habe ich mal begonnen alle Nieten aufzuboren.

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Obwohl meine Bohrmaschine ziemlicher Mist ist, ging das eigentlich ziemlich flott. Die Front des alten Coolermaster-Cases ließ sich zur Seite biegen, damit ich die Front vom Rest des Gehäuses trennen konnte.

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Mit meiner kleinen Metallhandsäge (die übrigens auch Mist ist, zumindest für solche Aufgaben) sägte ich die Front ab.

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Die alten Serverteile passten auf den Milimeter genau hinein. Nun musste ich noch einen Weg finden alles zu befestigen, also bohrte ich auf der linken und rechten Seite des neuen Gehäuses mehrere Löcher und schraubte die ausgeschlachtete Halterung ins Gehäuse. Dafür habe ich Flügelmuttern und Schrauben gefunden, die noch irgendwo rumlagen. Wäre natürlich schöner geworden mit Nieten, aber ein Set mit Nietzange und Nieten kostet fast 50 Euro, und das war es mir nicht wert 😉 .

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Die Schrauben hielten natürlich auch “Bombenfest”, da musste ich natürlich gleich mal die Einschübe testen 😉

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Von dem alten Server fand ich noch einen Einschub welcher mir einen VGA Port, USB Hub und Powerswitch an die neue Front führte, ich bin mir zwar noch nicht ganz sicher wie sich das anschließen lässt, sieht nach PCIe-Slot aus, sonst werde ich einfach eigene Kabeln verlegen. Zur Zeit habe ich noch keinen PCIe Extender, aber das kommt noch 😉

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Auch das alte DVD-Laufwerk aus dem Server hab ich übernommen, vielleicht wirds irgendwann mal gebraucht.

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Nun musste ich mir über den Rest der Front Gedanken machen. Bei meinem Gerümpel war kein altes Gitter oder sonst eine Blende dabei und ein Holzbrett wollte ich auch nicht nehmen. Das stieß ich beim stöbern auf einen alten DVD-Player, der  genau die gleichen Maße (zumindest an der Stelle wo es für mich wichtig war) wie das neue Gehäuse hatte.

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Also habe ich mir schnell mit Lineal + Bleistift ausgemessen und angezeichnet wo ich Schneiden muss, diesmal kam die kleine Metallsäge einfach nicht mehr in Frage. Ich schnitt an meiner Markierung mit einer Blechschere, daher sieht man auch diese Wellen auf dem Blechstück das ich abgeschnitten habe.

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Fast perfekt! Die Unebenheiten konnte ich leider auch nicht mit einem Holzbrett und einem Hammer ganz loswerden, aber man siehts eigentlich nur wenn das Licht von der Seite einen Schatten wirft. Schließlich gehts ja um die Funktionalität. Auf dem oberen Bild sieht man auch wie ich die 4 Platteneinscchübe angeordnet habe. Die 4 Einschübe habe ich einfach miteinander verschraubt und auf dem oberen größeren Einschub montiert.

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Die Enden der Schrauben die auf der Unterseite hervorstehen (im oberen Bild erkennbar) habe ich dann verwendet um meine ausgeschnittene Front zu befestigen.

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Nun waren Netzteil und Mainboard drann. Beides war schon mal im Gehäuse drinn, allerdings ohne meiner neuen mutierten Front.

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Dann befüllte ich die Plattenschächte, 6 Platten (5x 2 TB + 1 x 1 TB) hatte ich bereits, neue + PCIe Sata Controller kommen demnächst hinzu.

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Dann kam mir von der alten Front der USB Hub unter, der zufällig in einem der Einschubsschächte Platz hatte (Einen Platteneinschub habe ich leider irgendwann einmal ausgemistet).

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Neue (alte) Lüfter kamen auch noch dazu.

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(Die zwei kleineren habe ich genommen, alle irgendwo ausgeschlachtet)

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Als nächstes habe ich noch alle Kabeln ordentlich versorgt und alles angeschlossen.

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Dann die Deckeln drauf und “fertig” war mein Buildserver/NAS.

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Sieht doch gar nicht so schlecht aus, oder? 😉

Zusammenfassung, oder “was ich nächstes Mal anders machen würde”

  • bessere (bzw. überhaupt mal eine) Planung und weniger Improvisation
  • Gutes Werkzeug kaufen/ausborgen
  • weniger Pfuschen und besser gleich “gscheit” machen (hätte schon einen Tag früher fertig sein können 😉 )

Ein fertiges Gehäuse macht natürlich noch kein NAS/Buildserver, sicher hätte ich mir die Einschübe/Bays sparen können und die Platten irgendwie innerhalb des Gehäuses befestigen können. Wirklich besser aussehen tuts ja nicht als ein gekauftes Gehäuse und bei den fertigen NAS-Gehäusen kann ich sicher gR nicht mithalten. Aber dementsprechend niedrig waren dafür meine Kosten, war ja schon alles vorher vorhanden, nur noch nicht in dieser Kombination. Im großen und ganzen bin ich trozdem mit meinem Build zufrieden, kleine( große) Schönheitsfehler gibts natürlich, aber das Teil steht ja dann sowieso unterm Schreibtisch. Vielleicht werde ich das Gehäuse auch nochmal leicht abändern, Updates kommen natürlich auf den Blog.

 

Im nächsten Post werde ich zusammenfassen wie ich den Buildserver/NAS softwaremäßig aufgesetzt habe. Im laufe der nächsten Tage kommt dann hoffentlich mein Sata Conroller und dann sehe ich mich nach ein paar günstigen Platten um.

Update:

Recht zufrieden bin ich nun doch nicht. Vielleicht ist es doch vernünftiger Buildserver und NAS zu trennen. Am liebsten wäre mir der Buildserver in einem halbwegs Schalldichtem Gehäuse und das NAS im Wohnzimmer unter der Couch. Die Lärmbelästigung ist doch etwas extrem.

Als nächstes: Fileserver, Buildserver, NAS im Eigenbau (Teil 3 von 3)

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